Das Hamburger Vorlesevergnügen
– mit Arne Rautenberg ein wahres Gedicht.

Hamburger VorlsesVergnügen mit Arne RautenbergAusverkauft! Eine ausverkaufte Gedichtlesung hat fast schon Seltenheitswert. Drei erste Klassen schmissen sich am letzten Freitag erwartungsvoll auf unsere Teppiche in der Vierländerkate des Altonaer Museums und machten es sich gemütlich. Unterm Bett liegt ein Skelett, das klingt verheißungsvoll, aber auch ein bisschen gruselig. Arne Rautenberg nimmt das Gruseln sprichwörtlich mit Humor. Auch seinen Beruf – wie sollten auch sonst so viele Gedichte entstehen, über die sich seine Zuhörer so wunderbar kringelten vor Lachen. Ein Gedicht pro Tag – das ist seine Devise. Das ist nicht immer gut, aber immerhin ein Gedicht. Auch ein Dichter stellt sich den Herausforderungen seines Alltags: Mit Reimwörterbüchern und Publikumstests – meistens sind es seine Kinder – arbeitet er sich von Gedicht zu Gedicht. Dass dabei die unterschiedlichsten Gedichte zum Vorschein kommen, stellte er sogleich unter Beweis. Mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und herrlich eklig klingenden Reimen baute Arne Rautenberg mit jedem neuen Gedicht Hamburger VorleseVergnügen mit Arne Rautenbergeine Spannung auf, die dann oft in einem Lacher endete. Da ging Dracula schon mal einfach shoppen, in die Tanzstunde und dann einen Döner essen. Und MONSTER gab es. Jede Menge Monster, Zombies, Zyklopen, Skelette und Fröpps… ja Fröpps. Allesamt illustriert von Nadia Budde. Selbst den Autor gab es als Monster (hier rechts im Bild).
Aber auch sein Publikum war gefragt, ob bei der Wahl des gruseligsten Gedichts, oder bei den Rätsel- und Alphabetgedichten. Einfach nur zuhören. Fehlanzeige.
Ein herrlicher Vormittag, auch für uns.
Deswegen: ein großes DANKESCHÖN an das Hamburger VorleseVergnügen (Wir freuen uns auf nächstes Jahr!) und Arne Rautenberg.

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– mit Arne Rautenberg ein wahres Gedicht.

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Unser Jahresbericht 2016

Kinderbuchhaus Jahresbericht 2016 - Titelillustration © Torben Kuhlmann. Armstrong. NordSüd Verlag 2016.

Seit kurzem ist er fertig und nun auch online abrufbar: unser Jahresbericht 2016. Auch in diesem Jahr gestatteten wir uns einen ausführlichen Rückblick auf das vergangene Jahr und in unsere verschiedenen Bereiche – Ausstellung, Werkstatt, weiterBilden. Vieles hat sich verändert, Neues kam hinzu und Neues wird auf uns zukommen.

Darin steckt aber auch ein herzliches DANKESCHÖN an all unsere UnterstützerInnen, PartnerInnen und -last but not least – unsere Besucher und Besucherinnen.

Und wir freuen uns natürlich, Ihnen und Euch diese bildreichen 60 Seiten online zur Verfügung stellen zu können und wünschen viel Spaß beim Lesen.

Herzlich
Dr. Dagmar Gausmann, Jenni Lutter-Kayser und Mareen Zschichold

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Unser Jahresbericht 2016

Der weiterBilden-Monat Mai im Kinderbuchhaus

von Dr. Dagmar Gausmann, Programmleitung Kinderbuchhaus

Nach 9 Jahren sind wir sicher: Eine vielfarbige und eigenständige Blume im großen Hamburger Garten der Fortbildungsmöglichkeiten hat Bestand, ist robust und erprobt. Unter der Marke weiterBilden wurden zarte Pflanzen kultiviert, die nun wetterfest, hilfreich und nachhaltig wirksam sind, mit den sich weit verzweigenden Wurzeln im nährstoffhaltigen Boden der Hamburger Buchkulturlandschaft.

Hamburger Kinderbuchtage

So heißt eine unserer weiterBilden-Pflanzen. Zum achten Mal fanden diese zwei weiterBilden-Tage am 9. und 10. Mai 2017, wie schon gewohnt, im Kinderbuchhaus im Altonaer Museum statt. Erstmals verantwortliche Chefgärtnerin war die Hamburger Illustratorin Nele Palmtag, die diese Position von Kerstin Hof übernahm. Nach dem erfolgreichen Abschluss wissen wir: Nele Palmtag hat den grünen Daumen und wird diese Weiterbildung auch in Zukunft gut versorgen und darüber hinaus auch zu eigenständigen neuen Blüten treiben. Das Kinderbuchhaus dankt Nele Palmtag hier sehr herzlich und sendet diese Meldung auch gern an die Medical School Hamburg zu Prof. Kerstin Hof: Dein sorgfältiges Beackern des weiterBilden-Gartens, Kerstin, wird verantwortlich und kreativ weitergeführt.
Die Hamburger Kinderbuchtage könnte man tatsächlich wie einen bunten Strauß schönster Blumen beschreiben. Wir wechseln jetzt aber zu einem noch passenderen Bild. Denn die Hamburger Kinderbuchtage sind ebenso vorstellbar als professionell gebundene Folge verschiedenster Kapitel unter dem Motto: Berufe in der Buchkultur für Kinder und Jugendliche. Am Ende ergeben diese Kapitel immer ein Kompendium, das, so hoffen wir, inspiriert und orientiert.
Fachleute aus Verlagen, Agenturen, Vermittlungsberufen, Kreative aus Schreib- und Bildkunst, TeilnehmerInnen aus allen Berufen und Tätigkeiten, die rund um das Kinder- und Jugendbuch möglich sind, sollen während der Hamburger Kinderbuchtage im Kinderbuchhaus ein Forum der Vermittlung, Begegnung und des Austausches zwischen Profis und angehenden Profis finden.
Diese Programmatik hat sich mittlerweile herumgesprochen: die Teilnehmerinnen der achten Kinderbuchtage kamen nicht nur aus Hamburg, sondern auch aus Freiburg, Dresden und Köln. Auf jeden Fall zwar immer noch hauptsächlich, aber eben nicht mehr nur aus Hamburg. Sie kommen aus allen mögliche Berufen rund um das Buch, insbesondere das Kinderbuch, oder sind neugierig auf das, was sich in Hamburg schon profiliert hat.
Getreu dem Motto der Kinderbuchtage: Lernen mit Herz, Hand und Verstand, haben wir auch für die achten Kinderbuchtage eine Mischung aus Theorie und kreativen Mitmachwerkstätten zusammengestellt.
Neben kurzen Vorträgen über Literaturvermittlungsinitiativen in Hamburg von Nina Kuhn, Möglichkeiten der digitalen Leseförderung von Heike Roegler, über das Geschichtenfahrrad der Bücherhallen Hamburg von Corinna Benthack, zur Lesesozialisation von Frank Kühne und der Arbeit einer Agentur für Literatur und Illustration von Susanne Koppe, gab es ein vielseitiges Werkstattprogramm. So entstand gleich in der ersten Werkstatt mit Lena Hällmayer ein riesiges Leporello aus Bildern und Texten aller Teilnehmerinnen und weitere, ganz persönliche Texte in der Schreibwerkstatt mit Beate Münchenbach. Zum Abschluss begaben sich die Teilnehmerinnen mit Chris Campes Einführung in das Handlettering noch einmal auf ganz neues Terrain.
Am Ende des zweiten Tages verließen uns die Teilnehmerinnen beglückt, müde, voll mit Eindrücken und kreativen Erfolgserlebnissen aus den Werkstätten. Einzig ein wenig mehr Zeit hätten alle gern gehabt!

Zukünftig könnte noch eine weitere Pflanze aus dem Kinderbuchhaus ihren Weg in die weiterBilden-Landschaft finden. Dabei handelt es sich um eine kompakte Kreuzung aus zwei bewährten Programmen.

 

weiterBilden! Gedankenflieger
Philosophieren mit Kindern

Das Junge Literaturhaus am Schwanenwijk und das Kinderbuchhaus im Altonaer Museum haben tatsächlich seit vielen Jahren eine Gemeinsamkeit: beide Häuser philosophieren erfolgreich mit Kindern zu allen erdenklichen Themen. Grundlage für die philosophischen Gespräche ist dabei in beiden Häusern oftmals das Bilderbuch, im Kinderbuchhaus wird darüber hinaus dezidiert zu den Bildern der Ausstellung philosophiert.
Isabell Köster und Dr. Dagmar Gausmann entwickelten aus ihren Programmerfahrungen heraus ein vierteiliges Fortbildungsangebot, das an vier Wochenenden, jeweils freitags und samstags stattfand.
Den philosophischen Faden hielt dabei Dr. Kristina Calvert in der Hand, die viele Jahre schon sowohl im Literaturhaus wie auch im Kinderbuchhaus mit Kindern philosophiert. Souverän unterwies sie die Teilnehmerinnen sowohl in der Philosophie selbst, wie auch in den Grundlagen des Philosophierens mit Kindern.
Die Schauspielerin Alina Gregor trainierte an einem Samstag Stimme und Präsenz der Teilnehmerinnen. Denn was nutzt der schönste Gedanke, wenn er nicht transportiert werden kann, weil Stimme und Körper nicht mitsprechen?
Über die Auswahl geeigneter Bücher, besonders Bilderbücher, für das philosophische Gespräch mit Kindern redete die Gedankenfliegerin und Kulturwissenschaftlerin Miriam Holzapfel. In drei Werkstattgesprächen erhielten die Teilnehmerinnen Informationen aus erster Hand. Der Illustrator Torben Kuhlmann erzählte in seiner aktuellen Ausstellung des Kinderbuchhauses, was der Prozess des Erfindens für einen Künstler bedeutet. Antje Damm brachte ihre Bücher und eine wunderbare Präsentation ihrer Bilder mit und sprach u.a. darüber, was denn nun eigentlich Ordnungssysteme für sie bedeuten. Und wer könnte differenzierter über den Zufall reden als die Künstlerin Stefanie Harjes? Gibt es das überhaupt? Zufall? Dass das eine Frage der Sichtweise ist, erfuhren die faszinierten Teilnehmerinnen mit eigenen Augen in einem praktischen Teil. Angeleitet von Stefanie Harjes entstanden keineswegs zufällig die schönsten Bilder aus einem zufällig gefunden Laubblatt.
Auch hier also: ein bunter Strauß schönster Teile aus Theorie und Praxis ergaben am Ende einen stimmigen Gesamteindruck davon, was das Philosophieren mit Kindern ausmachen kann und wie man es anwenden kann.
Unsere erste Kooperation mit dem Literaturhaus machte die Teilnehmerinnen und uns selbst als Organisatorinnen glücklich. Selbstverständlich, dass wir schon Ideen für das nächste Programm unserer philosophisch-künstlerischen Werkstätten haben.

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