Besuch aus der Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt

IMG_6086Einmal durch die Ausstellung führen, bitte, und danach eine Werkstatt, in der die Schüler und Schülerinnen selbst ein Buch herstellen. So oder so ähnlich fasste ein Lehrer der Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt seine Anfrage zusammen. Durch die Ausstellung von Ole Könnecke führte dann Eleanor Sommer und bekam sogleich die ersten Fragen gestellt. Sind die Bilder wertvoll? Was sind Originale? Werden die Bilder wertvoller, wenn sie älter sind? Wer hat diese Bilder gemacht? Seit wann zeichnet der Künstler schon?
Genau die richtigen Fragen, wenn man zum ersten Mal in unserer Ausstellung oder hier im Museum ist, auf die wir natürlich die richtigen Antworten wissen. So wurde schon während der Führung sehr deutlich, dass viele der Schülerinnen und Schüler auch selbst gern malen. Von Eleanor Sommer erfuhren sie dann noch mehr über die Möglichkeiten, Figuren und Geschichten richtig in Szene zu setzen.

IMG_6090Das selbst auszuprobieren war der zweite wichtige Teil des gestrigen Nachmittags. Und um schnell in Schwung zu kommen, stellte Eleanor Sommer eine Aufgabe in vier Schritten. Zuallererst musste die Hauptfigur gefunden werden, die gleich auf das Cover des schon vorbereiteten Büchleins gezeichnet werden konnte. Dann sollte diese Figur kurz vorgestellt werden – mit Namen, Beruf und natürlich ihrem Lieblingsessen. Knifflig wurde es bei manchen, denn ausgesucht werden sollte ein Tier als Hauptfigur, das mit dem gleich Buchstaben beginnt wie der Name des jeweiligen Schülers. In Ermangelung eines Tierlexikons mussten auch wir zwischendurch das Internet befragen. Am Ende der zwei Stunden waren viele Schüler und Schülerinnen dann ganz zufrieden mit Ihren illustrierten Tierkurzgeschichten. Aber seht selbst, was aus Eleanor Sommers Idee entstanden ist.

Veröffentlicht unter Künstler, Überblick Programm, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für Besuch aus der Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt

Neue Kooperation mit der Schule Bahrenfelder Straße

Seit vielen Jahren schon ist die kontinuierliche und längerfristige Zusammenarbeit mit Schulen ein zentraler Bestandteil unserer Werkstattarbeit. Denn genau hier können wir die Kinder erreichen, an die sich unser Werkstattprogramm richtet. Mit der Schule Bahrenfelder Straße haben wir in diesem Jahr einen weiteren engen Kooperationspartner gewinnen können.
Philosophieren mit Dr. Kristina CalvertSchon 2008 wurde die Schule Bahrenfelder Straße mit dem Titel Literaturschule ausgezeichnet. Durch unsere Kooperation wurde dieser Schwerpunkt nun weiter ausgebaut und in enger Absprache mit der Schulleiterin Frau Heils und der Lehrerin Frau Schau ein Programm entwickelt. Für den ersten Werkstattzyklus wurden drei Werkstätten für vier dritte Klassen geplant.

KBH_Planet_WilliBirte Müller erzählte mit ihrem Planet Willi-Bilderbuchkino vom Leben mit ihrem behinderten Sohn Willi und seiner Welt; und auch davon, was es wirklich bedeutet, wenn sie sagt, Willi kommt von einem anderen Planeten. In dieser Werkstatt hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, über die Themen Andersartigkeit und Behinderung ganz offen zu sprechen und auch all die Fragen zu stellen, die ihnen beim Zuhören und Ansehen von Birte Müllers Buch einfielen. Und wie würde wohl der eigene Planet aussehen? Das malten die Schülerinnen und Schüler dann auf blaues Papier.

Gedichtewerkstatt mit Andreas Greve und Lena WinkelIn der Werkstatt mit Andreas Greve und Lena Winkel zum Thema Jahreszeiten ging es vor allem um die Verbindung von Reim und Bild. Zum Einstieg las Andreas Greve zunächst einige, auch eigene, Gedichte vor, während Lena Winkel diese am Flipchart illustrierte. Hierdurch wurde deutlich, welches Verhältnis das Gedichtete zum Illustrierten haben kann und wie das eine das andere beeinflusst bzw. beides sich ergänzen kann.
Mit ein paar Anregungen, Tricks und Kniffen von Andreas Greve zu Wortumfeld, Wortwahl und Reim hieß es dann, sich selbst im Reimen auszuprobieren. Hier konnte schon einmal begonnen werden, was im nächsten Jahr mithilfe einer Illustrationswerkstatt zu einem kleinen Buch mit Fadenbindung heranwachsen soll.

Philosophieren mit Dr. Kristina CalvertUm die richtigen Themen für ein solches Buch zu finden und den wichtigen Fragen auf den Grund zu gehen, muss man vor allem eins: Nachdenken, Gedanken fischen und vielleicht schon ganz klare Dinge noch einmal überdenken. Miteinander denken, dass konnten die Schülerinnen und Schüler in der Werkstatt mit Philosophin Dr. Kristina Calvert. Hier ging es um Fragen wie: Kann ein Schaf denken? Was sind eigentlich Gegenteile? Was sind gute und was schlechte Taten? Und kann ich das in einer Zeichnung darstellen?

Im Februar und Mai folgen dann weitere Werkstätten, in denen neben zwei großen Leporellos auch ein großes Klassenbuch und ein Klassensatz kleiner Bücher hergestellt werden.

Wir sind schon sehr gespannt auf das Frühjahr und die Ergebnisse dieser Werkstätten.

Veröffentlicht unter Überblick Programm, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Neue Kooperation mit der Schule Bahrenfelder Straße

Lesewoche in der Schule Eulenkrugstraße wird zu Werkstattwoche im Kinderbuchhaus

Eine ganze Woche zum Thema Lesen können wir mit unseren Werkstätten sehr schnell füllen. Umso mehr freute uns die Anfrage aus der Schule Eulenkrugstraße mit ebendiesem Wunsch. In Absprache mit den LehrerInnen entschieden wir uns für den Schwerpunkt Illustration für die 4. Klassen und für den Schwerpunkt Schreiben für die 3. Klassen.

Mit der Illustratorin Lena Hällmayer gingen die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Werkstatt erst einmal durch die Ausstellung, erfuhren mehr über das Kinderbuchhaus und die aktuelle Ausstellung von Ole Könneckes Originalen; hatten aber auch Zeit, einmal genauer hinzuschauen und zu überlegen, wie diese Bilder hergestellt wurden. Wie genau das Ole Könnecke gemacht hat und welche Techniken es im Bereich Illustration noch so gibt, erklärte ihnen Lena Hällmayer dann im Anschluss und forderte sogleich auf, es einmal selbst auszuprobieren.
Bilderbuchwerkstatt mit Lena HällmayerEinfach etwas ausdenken und ebendies aus den von ihr vorkolorierten Blättern ausschneiden. Auf diese Weise entstand in kürzester Zeit das erste Blatt des Buches, das später mit Faden gebunden werden sollte.
Alle weiteren Seiten konnten die Schülerinnen und Schüler frei gestalten. Entstehen sollte – ganz nach dem Vorbild Ole Könneckes – ein Bildwörterbuch, dessen Seiten jeweils verschiedene Dinge zu einem Thema mit Bild und Wort darstellen. Thema aussuchen, aufzeichnen, ausschneiden, aufkleben und beschriften, binden, fertig ist das Bildwörterbuch.

Auf ganz andere Weise lernten die Schülerinnen und Schüler das Thema Illustration in der Werkstatt von Nele Palmtag zu ihrem Buch „Durch den Wald“ kennen. Die Illustratorin erklärte hier ihren Weg von der Idee bis zum fertigen Bilderbuch und erläuterte ganz Bilderbuchwerkstatt mit Nele Palmtaggenau, was man als Illustratorin oder Illustrator so macht. Sie zeigte Skizzen, schilderte die Entstehung der verschiedenen Charaktere und erklärte auch, woran sie sich dabei orientiert und wie das Bild zum Text entsteht und umgekehrt.
Selbstverständlich konnten auch hier alle Teilnehmerinnen selbst aktiv werden und ein eigenes kleines Buch entwerfen: Es wurde geschnitten, gezeichnet und vor allem gestempelt, mit einem von den Schülerinnen und Schülern selbst hergestelltem Stempel, den sie dann mit nach Hause nehmen durften.

Schreibwerktstatt mit Beate MünchenbachDie Schreibwerkstätten für die dritten Klassen boten drei verschiedene Anlässe zum Schreiben. Lena Hällmayer und Beate Münchenbach gingen mit den TeilnehmerInnen zunächst durch die Ausstellung, um die Bilder und Geschichten, die in ihnen stecken, ganz genau zu betrachten. Lena Hällmayer gab daraufhin jedem Kind einen kleinen Gegenstand in die Hand, bei dem zu überlegen war, was es eigentlich ist und was es wohl macht oder kann. Und schon hatte die Gruppe eine Vielzahl an Geschichten, aus denen ein kleines Klassenbuch entstand.
Beate Münchenbach nahm vor allem die Bilder der Ausstellung zum Anlass des Schreibens und unterstützte die TeilnemerInnen dabei, ihre eigenen Geschichten zu entwickeln.

IMG_4410Einen ganz anderen Anlass unabhängig von der Ausstellung fand Antje von Stemm und zeigte den Schülerinnen und Schülern gleich zu Beginn eine Vielzahl an beeindruckenden bis spektakulären Beispielen für etwas, dass fast schon in Vergessenheit geraten ist: Post! (Nicht der Post, die Post ;-)) Wer bekommt nicht gern Post? Aber wer schreibt sie schon gerne? Dass Briefe schreiben gar nichts Langweiliges sein muss und es unglaublich viele Gründe gibt, Briefe zu verschicken – Spaßpost, Freundschaftspost, Urlaubspost, Geschenkepost, – war schnell geklärt. Eine Umarmungspost kannten viele Schülerinnen und Schüler dennoch nicht. Umso besser, dass die dann gleich einmal hergestellt werden konnte.

 

Veröffentlicht unter Überblick Programm, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Lesewoche in der Schule Eulenkrugstraße wird zu Werkstattwoche im Kinderbuchhaus