Jetzt Literaturpädagoge werden – Weiterbildung in Grundlagen der Literaturpädagogik

Anerkannt vom Bundesverband Leseförderung und in Kooperation mit ZEPRA-Zentrum für Praxis für Praxisentwicklung der HAW-Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg ist es ab Herbst 2015 möglich, wissenschaftlich anerkannt einen staatlich anerkannten Abschluß in den  Grundlagen der Literaturpädagogik zu erlangen. Der Studiengang ‚Bildung und Erziehung in der Kindheit“ an der HAW vergibt Creditpoints dafür.

Hier ein Download zu unserem Prospekt Literaturpädagogik.

Start: 9. – 11. Oktober 2015

Veranstaltungsorte: Hamburger Kinderbuchhaus, Altonaer Museum Museumstraße 23  und HAW-Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg, Alexanderstraße 1.

Nähere Informationen gerne ab sofort über Martina Jeschke, Zentrum für Praxisentwicklung an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg martina.jeschke@haw-hamburg.de und Telefon 040 / 428 75 – 7038.
Außerdem über unsere Homepage.

 

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Alles Zufall?

Heute möchten wir auf eine für uns ganz besondere Neuerscheinung hinweisen:
Alles Zufall? Bilder und Geschichten der Klasse 6d, Brüder-Grimm-Schule,
Hamburg Billstedt.

In loser Folge werden wir auf unserem Blog Ausschnitte daraus zeigen.

Zur Erklärung zitieren wir hier das Vorwort:

Dieses Buch entstand im Zuge eine Kooperation der Stadtteilschule Brüder-Grimm in Hamburg-Billstedt mit dem Hamburger Kinderbuchhaus. Ermöglicht wurde es durch das Modellprogramm Kulturagenten für kreative Schulen. Die Klasse 6d der Brüder-Grimm-Schule war im Schuljahr 2014/2015 die ausgewählte Klasse für dieses Gemeinschaftsprojekt.

Das übergeordnete Thema lautete „Entscheidungen“. Neben der Arbeit an diesem Buch sammelten die Schülerinnen und Schüler Erfahrungen zu diesem Thema mit der Philosophin Dr. Kristina Calvert und der Schauspielerin Alina Gregor.

Für dieses Buch entstanden mit der Zuhilfenahme des Zufalls uns assoziativer Verfahren Bilder und Sätze. Auf dieses Bilder und Sätze konnten die Schüler dann reagieren, sie weiterzeichnen und weiterschreiben. Teilweise wurden zu den Bildern anschließend Geschichten geschrieben und umgekehrt, zu den Geschichten Bilder gezeichnet.

Des Weiteren finden sich in dieser Sammlung Texte, die sich inhaltlich mit dem Themenkomplex Entscheidung, Zufall und Schicksal befassen.

Das Projekt wurde begleitet von den Lehrerinnen der Brüder-Grimm-Schule Cornelia Schatte (Bild und Organisation) und Ines Ritter (Text) und der Kulturagentin Julia Münz (Organisation). Außerdem von mir (Bild und Text).

Katja Kamm, Bilderbuchautorin und Illustratorin
Hamburg, Juni 2015

Hier kommt der Beitrag von Amira H.
Wir finden ihn heute besonders passend, weil draußen der Sommer ist.

Text und Bild: Amira H.

Text und Bild: Amira H.

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Die ersten Werkstätten in unserer neuen Ausstellung – Teil 2

Die neue Ausstellung „Von Fischern und ihren Frauen“ war mir noch bevor sie aufgebaut wurde sehr symphatisch. All‘ die meerigen Farben an der Wand und die neuen Themen, die sich zu dem Märchen von Philipp Otto Runge anbieten, haben über das sich immer einstellende „och schade, die Bilder hätten auch gerne noch bleiben können“-Gefühl beim Abbau der „alten“ Ausstellung „Ausgezeichnet! Der Kinder- und Jugendbuchpreis LUCHS“ schnell hinweggeholfen und die Spannung auf das Neue steigen lassen.

Kurzfristig vom Vernissage-Trubel abgelenkt stand ich dann direkt einen Tag nach der Eröffnung in der Ausstellung, um Schülern der Ganztagsgrundschule Sternschanze im Rahmen des Kultur-Abos die „Fischer und ihre Frauen“ vorzustellen. Die Vorstellung war, in ca. einer Stunde die Ausstellung und das Hamburger Kinderbuchhaus kennnen zu lernen, die Themen „Bilder“, „Buch“ und „Kultur“ anzureißen sowie Raum zum eigenen Entdecken zu geben.

Von Fischern und ihren Frauen - Der Butt

Von Fischern und ihren Frauen – Der Butt

Angefangen haben wir beim großen Butt an der Wand im Treppenhaus, den Entrée. Die Idee als die ersten Gäste die neue Ausstellung zu besuchen, schien den Schülern ganz gut zu gefallen – ein Anlass übrigens, sich darüber zu verständigen, was denn überhaupt eine Ausstellung ist, was Originale sein können und darüber nachzudenken, wie berühmt man wohl ist, wenn man sich in einer Ausstellung präsentieren kann.

 

Im Ausstellungsraum haben wir es uns dann erstmal auf Teppichinseln gemütlich gemacht, um bequem und entspannt (am Ende eines langen Schultages) dem Märchen „Vom Fischer un sin Fru“ lauschen zu können. Als Einstimmung auf das Vorlesen haben wir uns darüber runterhalten, welche Wünsche man so haben kann (viele!) und wie das so mit dem Wünschen ist. Einige Schüler würden gerne fliegen können, andere haben sich die Bestätigung für ein Leben nach dem Tod gewünscht, andere wollten gerne Superhelden sein.

"Männlein, Männlein, Timpe, Theee. ..."

„Männlein, Männlein, Timpe, Theee. …“

Vorgelesen habe ich dann schließlich aus dem Buch von Jonas Lauströer, da die Bilder von Sabine Wilharm und Katja Gehrmann zum „Fischer und seiner Frau“ direkt vor unseren Augen hingen. Die Schüler haben dabei tatkräftig und laut geholfen, indem sie die Zauberformel „Manntje, Manntje …“ gemeinsam (ziemlich) laut mit zitiert haben. Sie hatten die Formel natürlich längst an der Wand in den verschieden Sprachen entdeckt.

 

Folien von Katja Gehrmann

Folien von Katja Gehrmann

Von Fischern und ihren Frauen - angeln

Von Fischern und ihren Frauen – angeln

Die Spannung stieg mit den immer größer werdenden Wünschen der Fischersfrau. „Ist die denn verrückt!?“ riefen einige Schüler. Andere wollten wissen: „Wer ist denn nun mächtiger, der Kaiser oder der Papst?“ Ebenfalls nicht unentdeckt blieb das immer dunkler werdende Wasser. „Was da wohl noch passiert?“

Am Ende der Geschichte gab es schließlich Bedarf, noch einmal über das Wünschen zu sprechen. So einfach ist das nicht, mit dem Wünschen. „Da muss man schon aufpassen.“

Zum Ausklang blieb noch genug Raum und Zeit, sich die Bilder anzusehen, Originale und Bücher zu vergleichen, einfach mal nur zu angeln oder einen eigenen Butt zu malen, an Hörstationen zu lauschen und Filme zu schauen.

Ein schöner erster Besuch war das. Und ja, Wünsche sind nicht einfach. Aber fliegen würde ich auch gerne können!

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