Buchtipp: Zug der Fische

„I wish it could be Christmas everyday” – so sang die Britische Band Wizzard 1973 und sprach damit den Wunsch zahlreicher Kinder aus (ihre Eltern hingegen stehen bei der Vorstellung vermutlich kurz vor der Schnappatmung).
Nicht jeden Tag, aber immerhin zweimal im Jahr wird Weihnachten in der Ukraine gefeiert. Einmal, genau wie bei uns, am 24. Und 25. Dezember und einmal am 6. Und 7. Januar. Das liegt daran, dass sich die orthodoxen Christen in der Ukraine nach dem julianischen Kalender richten. Denn der im 16. Jahrhundert eingeführte gregorianische Kalender wurde von den meisten orthodoxen Kirchen nicht für die kirchliche Feiertagsrechnung übernommen. So fallen der 24. Und 25. Dezember des julianischen Kalenders derzeit auf den 6. Und 7. Januar des gregorianischen Kalenders. Heiligabend ist in der Ukraine also am 6. Januar. Ab 2100 ändert sich das und Heiligabend fällt auf den 7. Januar.
Rund 70% der Menschen in der Ukraine feiern Weihnachten also erst im Januar.
Übrigens wurde erst 2017 der 25. Dezember zum offiziellen Feiertag und somit zum zweiten Weihnachtsfeiertag nach dem 7. Januar erklärt.

© Yaroslava Black & Ulrike Jänichen, "Zug der Fische" | Carlsen Verlag 2020

© Yaroslava Black & Ulrike Jänichen, „Zug der Fische“ | Carlsen Verlag 2020


Cover Zug der FischeIn der Ukraine spielt übrigens auch das Buch „Zug der Fische“ von Yaroslava Black und Ulrike Jänichen. Für ihre Illustration der Geschichte wurde Ulrike Jänichen mit dem Hamburger Bilderbuchpreis ausgezeichnet, die Originale sind noch bis Anfang nächsten Jahres bei uns in der Ausstellung zu sehen (wenn wir denn wieder öffnen dürfen!). „Zug der Fische“ ist im Carlsen Verlag erschienen.

Wir danken dem Verlag für die Bereitstellung des Bildmaterials!

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