Augen auf für die Fantasie!
Farbenstarke Werkstatt mit Katja Kamm

Das Spiel „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ kennen wir alle. Auch nach Jahren in Zügen, Schulen, Wäldern oder, sagen wir, bei Stromausfällen hat dieses Spiel immer noch seinen Reiz. Warum dann nicht umdrehen und einfach behaupten: Ich sehe was Du siehst?

Katja Kamm hat es mit ihrem gleichnamigen Buch gewagt und fordert Kinder auf, mit ihrem dritten Auge zu sehen.

Drittes Auge? Jaaa! Genau dieses entdeckte eine erste Klasse der Schule Alter Teichweg am Dienstag in einer Werkstatt mit der Illustratorin neu. Einige erinnerten sich sofort. „Das dritte Auge ist hier drin“, sagte eine Schülerin auf ihren Kopf zeigend. Sie kannte das Buch, das war sofort klar. Vielleicht auch ein Grund, noch einmal eine Werkstatt mitzumachen. Denn gemeinsam mit der Illustratorin Katja Kamm macht das Sehen und Entdecken, Entwerfen und Fantasieren auf Papier viel mehr Spaß. Ein weiterer Clou: Jeder Teilnehmer bekam ein Exemplar des Buches vom Carlsen Verlag geschenkt. Die Freude der Kinder war in den Fluren des Altonaer Museums nicht zu überhören. Für manche Teilnehmer ein echter Schatz, den sie nicht gleich mit einem Stift verändern wollten. Zum Glück gab es ausreichend Papier auf dem sich erst einmal ausprobiert werden konnte. So entstanden schließlich die ersten eigenen Entwürfe erst auf losem Blatt und dann auch im Buch selbst. Zunächst zaghaft, dann eindrucksvoll mit den verschiedensten Farben. Immer in der Nähe war Katja Kamm, die den Teilnehmern neue Denkanstöße gab und manchmal mit ganz einfachen Mitteln für sehr lustige bis unglaubliche Aha-Momente sorgte.

Ein wahrhaftig farbenfroher Vormittag.

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Farbenstarke Werkstatt mit Katja Kamm

Chapeau! Der Boys’ Day 2016 im Kinderbuchhaus

Jungen-Zukunftstag im Kinderbuchhaus? Selbstverständlich! Gemeinsam mit der Illustratorin Nele Palmtag schauten die siebzehn Teilnehmer in die Welt des Büchermachens und erfuhren wie viele Berufe tatsächlich zu dieser Branche gehören. Beruf – das ist für viele noch sehr abstrakt. Als Nele Palmtag dann aber mehr über ihre Arbeit als Illustratorin und den Weg von der Bildidee bis zum fertigen Buch erzählte, schauten sie plötzlich ganz wache und aufmerksame Augen an.
Obwohl sich keiner der Jungen bei der Vorstellungsrunde als Zeichenfreak outete, konnten sie den praktischen Teil der Werkstatt kaum erwarten. Hierzu trug auch ein Rundgang durch die aktuelle Ausstellung des Kinderbuchhauses bei, anhand der Nele Palmtag die unterschiedlichen Illustrationsstile und Techniken erklärte.
2016-04-28 12.49.00Dann ging es endlich los: mit einer kleinen Aufwärmübung, in der die Jungen ihre ersten nicht-menschlichen Wesen schufen. Jeder der Teilnehmer begann mit einem Kopf, faltete das Papier um und gab das Blatt an seinen Nachbarn weiter. Die Zeichnung vom Vorgänger ergänzten sie ungesehen des schon Gezeichneten, bis eine Figur aus drei Teilen entstanden war, die jeder der Jungen mit ein paar Sätzen vorstellte. So hatte Nele Palmtag es mit einem einfachen Kniff geschafft, die Teilnehmer auf das Geschichtenerzählen einzustimmen.
Hierauf konnten die Jungen im Anschluss aufbauen und aus drei verschiedenen Möglichkeiten auswählen, um das Geschichtenerfinden weiterzubetreiben: Entwurf eines Steckbriefs zu der bereits entstandenen Figur, Entwicklung eines weiteren nicht-menschlichen Wesens oder Erstellung eines Storyboards mithilfe von Stempeln.
Erstaunlich für Nele Palmtag war, dass die Teilnehmer praktisch kaum eine Pause machen wollten: „Ich habe noch nie Jungs in dem Alter so lange und konzentriert arbeitend erlebt, Hut ab!“
Trat man zwischendurch an die Tische heran, erzählten viele – natürlich nicht alle – von ihren Figuren, deren Stärken und Schwächen. Dinge, über die sie sich dank des Leitfadens von Nele Palmtag viele Gedanken gemacht haben. Bei der Präsentation der Zeichnungen und Steckbriefe hörte man auch noch mehr von den unterschiedlichen Ideen und Geschichten, so zum Beispiel von einer Figur vom Stamm der Außenseiter. Insgesamt sehr beeindruckend. Chapeau, liebe Teilnehmer!
Die Rückmeldungen im Anschluss waren durchweg positiv. Viele waren sehr stolz auf ihre Wesen und wollten sie auch fotografiert wissen. Ein Junge sagte, „Normalerweise male ich überhaupt nicht gern, aber heute hat es sogar Spaß gemacht.“
Ein Erfolg, wie wir finden.

© Fotos vom Kinderbuchhaus und Nele Palmtag

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Und es macht POP! Wenn Papier lebendig wird.

Eine Premiere im Kinderbuchhaus ist immer etwas Besonderes. Mit dem ersten Workshop von Antje von Stemm zu ihrem neuen Buch Die Pop-up-Werkstatt für Kinder wurde die Schulwerkstatt dieses Monats zu einem kreativen und farbenfrohen Gewimmel.

Nach einer kurzen Einführung in das Thema und der Antwort auf die Frage „Was ist eigentlich eine Papieringenieurin?“, ging es auch schon los. Die Anleitungen wurden präsentiert von den beiden Händen L und R, die auch die Hauptrollen in den Videos spielen, die Antje von Stemm zeigte. Hier wurden verschiedene Falt-, Schneide- und Klebetechniken erklärt, die die Schülerinnen und Schüler dann gleich – und immer wieder begleitet von vielen neugierigen Fragen – in die Tat umsetzen konnten. So wollten die Kinder z.B. wissen: Wie bist du darauf gekommen? Wann hast Du dein erstes Buch gemacht? Schreibst Du ganz allein?

Unter der Anleitung von Antje von Stemm schien die Herstellung von Pop-ups überhaupt nicht kompliziert und ging den Kindern – sowie auch ihren Begleiterinnen – sehr leicht von der Hand. So entstanden in den drei Stunden viele verschiedene und auch überraschend lebendige Kunstwerke, die die TeilnehmerInnen im Anschluss präsentierten. Besonders spannend fanden die Kinder im anschließenden Werkstattgespräch die Erzählungen Antje von Stemms über ihre Ausbildung zur Papieringenieurin in Amerika, die aufwendige Herstellung von Pop-up-Büchern in unterschiedlichen Ländern sowie die vielen verschiedenen Techniken, die so Schönes entstehen lassen.

Einmal mehr eine sehr gelungene Werkstatt von Antje von Stemm bei uns im Kinderbuchhaus.

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