weiterBilden-Projekt KINDER-BUCH-WERKSTATT
fand großartigen Abschluss

Lehren und Lernen mit Herz, Hand und Verstand – das war das Motto von Kerstin Hof schon bevor wir uns vor acht Jahren im Kinderbuchhaus begegneten. „Mit großer Passung“ – Kerstin Hofs Vokabel – brachte sie dieses Motto in die Arbeit des Kinderbuchhauses ein. Gipfelnd in dem großartigen, ambitionierten weiterBilden-Projekt Kinder-Buch-Werkstattpädagogin in Kooperation mit den Bücherhallen Hamburg, das am 3. Juni 2016 seinen Abschluss fand.

Wir danken hier dem Vertrauen, das Frau Schwemer-Martienßen mit den Bücherhallen Hamburg uns, dem Team des Kinderbuchhauses, entgegengebracht hat.
Wir danken allen, die sich für das Gelingen dieses Projektes engagiert haben, in allererster Linie aber natürlich Kerstin Hof selbst, die mit dieser Fortbildung zur Kinder-Buch-Werkstattpädagogin alle guten Erfahrungen, die wir in den Werkstätten des Kinderbuchhauses gemacht haben, noch einmal verdichtet hat, konzentriert hat, mit Klugheit und Einfühlung zu einem beachtlichen Lehrplan gefügt hat.

Es ist doch absolut wunderbar, was den Mitarbeiterinnen der Bücherhallen Hamburg hier im Laufe der beinahe zwei Jahre angeboten wurde – und was sie daraus gemacht haben.
Wir, das Kinderbuchhaus, sind stolz, dass wir mit unseren Kontakten zu Künstlern, Pädagogen, Vermittlern und Wissenschaftlern, mit unserer Arbeit und zum Teil auch mit unseren Ausstellungen Kerstin Hof das Feld bieten konnten, auf dem sie diesen ganz besonderen Bildungsweg entwickeln und durchführen konnte.

Einen herzlichen Glückwunsch also an alle Absolventinnen und ein herzliches Danke an Frau Schwemer, Frau Beyer, an Heidi Jakob und die Bücherhallen Hamburg.
Den allerherzlichsten Dank erhält aber Kerstin Hof, verbunden mit dem größten Glückwünschen für ihre neue spannende Aufgabe als Dozentin der Medical School Hamburg.

Veröffentlicht unter weiterBilden | Kommentare deaktiviert für weiterBilden-Projekt KINDER-BUCH-WERKSTATT
fand großartigen Abschluss

Augen auf für die Fantasie!
Farbenstarke Werkstatt mit Katja Kamm

Das Spiel „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ kennen wir alle. Auch nach Jahren in Zügen, Schulen, Wäldern oder, sagen wir, bei Stromausfällen hat dieses Spiel immer noch seinen Reiz. Warum dann nicht umdrehen und einfach behaupten: Ich sehe was Du siehst?

Katja Kamm hat es mit ihrem gleichnamigen Buch gewagt und fordert Kinder auf, mit ihrem dritten Auge zu sehen.

Drittes Auge? Jaaa! Genau dieses entdeckte eine erste Klasse der Schule Alter Teichweg am Dienstag in einer Werkstatt mit der Illustratorin neu. Einige erinnerten sich sofort. „Das dritte Auge ist hier drin“, sagte eine Schülerin auf ihren Kopf zeigend. Sie kannte das Buch, das war sofort klar. Vielleicht auch ein Grund, noch einmal eine Werkstatt mitzumachen. Denn gemeinsam mit der Illustratorin Katja Kamm macht das Sehen und Entdecken, Entwerfen und Fantasieren auf Papier viel mehr Spaß. Ein weiterer Clou: Jeder Teilnehmer bekam ein Exemplar des Buches vom Carlsen Verlag geschenkt. Die Freude der Kinder war in den Fluren des Altonaer Museums nicht zu überhören. Für manche Teilnehmer ein echter Schatz, den sie nicht gleich mit einem Stift verändern wollten. Zum Glück gab es ausreichend Papier auf dem sich erst einmal ausprobiert werden konnte. So entstanden schließlich die ersten eigenen Entwürfe erst auf losem Blatt und dann auch im Buch selbst. Zunächst zaghaft, dann eindrucksvoll mit den verschiedensten Farben. Immer in der Nähe war Katja Kamm, die den Teilnehmern neue Denkanstöße gab und manchmal mit ganz einfachen Mitteln für sehr lustige bis unglaubliche Aha-Momente sorgte.

Ein wahrhaftig farbenfroher Vormittag.

Veröffentlicht unter Künstler, Überblick Programm | Kommentare deaktiviert für Augen auf für die Fantasie!
Farbenstarke Werkstatt mit Katja Kamm

Chapeau! Der Boys’ Day 2016 im Kinderbuchhaus

Jungen-Zukunftstag im Kinderbuchhaus? Selbstverständlich! Gemeinsam mit der Illustratorin Nele Palmtag schauten die siebzehn Teilnehmer in die Welt des Büchermachens und erfuhren wie viele Berufe tatsächlich zu dieser Branche gehören. Beruf – das ist für viele noch sehr abstrakt. Als Nele Palmtag dann aber mehr über ihre Arbeit als Illustratorin und den Weg von der Bildidee bis zum fertigen Buch erzählte, schauten sie plötzlich ganz wache und aufmerksame Augen an.
Obwohl sich keiner der Jungen bei der Vorstellungsrunde als Zeichenfreak outete, konnten sie den praktischen Teil der Werkstatt kaum erwarten. Hierzu trug auch ein Rundgang durch die aktuelle Ausstellung des Kinderbuchhauses bei, anhand der Nele Palmtag die unterschiedlichen Illustrationsstile und Techniken erklärte.
2016-04-28 12.49.00Dann ging es endlich los: mit einer kleinen Aufwärmübung, in der die Jungen ihre ersten nicht-menschlichen Wesen schufen. Jeder der Teilnehmer begann mit einem Kopf, faltete das Papier um und gab das Blatt an seinen Nachbarn weiter. Die Zeichnung vom Vorgänger ergänzten sie ungesehen des schon Gezeichneten, bis eine Figur aus drei Teilen entstanden war, die jeder der Jungen mit ein paar Sätzen vorstellte. So hatte Nele Palmtag es mit einem einfachen Kniff geschafft, die Teilnehmer auf das Geschichtenerzählen einzustimmen.
Hierauf konnten die Jungen im Anschluss aufbauen und aus drei verschiedenen Möglichkeiten auswählen, um das Geschichtenerfinden weiterzubetreiben: Entwurf eines Steckbriefs zu der bereits entstandenen Figur, Entwicklung eines weiteren nicht-menschlichen Wesens oder Erstellung eines Storyboards mithilfe von Stempeln.
Erstaunlich für Nele Palmtag war, dass die Teilnehmer praktisch kaum eine Pause machen wollten: „Ich habe noch nie Jungs in dem Alter so lange und konzentriert arbeitend erlebt, Hut ab!“
Trat man zwischendurch an die Tische heran, erzählten viele – natürlich nicht alle – von ihren Figuren, deren Stärken und Schwächen. Dinge, über die sie sich dank des Leitfadens von Nele Palmtag viele Gedanken gemacht haben. Bei der Präsentation der Zeichnungen und Steckbriefe hörte man auch noch mehr von den unterschiedlichen Ideen und Geschichten, so zum Beispiel von einer Figur vom Stamm der Außenseiter. Insgesamt sehr beeindruckend. Chapeau, liebe Teilnehmer!
Die Rückmeldungen im Anschluss waren durchweg positiv. Viele waren sehr stolz auf ihre Wesen und wollten sie auch fotografiert wissen. Ein Junge sagte, „Normalerweise male ich überhaupt nicht gern, aber heute hat es sogar Spaß gemacht.“
Ein Erfolg, wie wir finden.

© Fotos vom Kinderbuchhaus und Nele Palmtag

Veröffentlicht unter Künstler, Überblick Programm | Hinterlasse einen Kommentar