Odo

Werkstatt mit Dayan Kodua

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„Ich finde“, schreibt Dayan Kodua auf ihrer Website, „dass es in deutschen Kinderbüchern zu wenig Vielfalt hinsichtlich Kultur und Hautfarbe gibt. Dadurch haben Kinder, die eine andere Hautfarbe oder einen anderen kulturellen Hintergrund haben, kaum positive Identifikationsfiguren.
In der Schule und in den Medien wird über schwarze Kinder oft im Zusammenhang mit Themen wie Armut oder Krieg gesprochen. Stereotype Darstellungen in Film und Fernsehen tun ihr Übriges. Schwarze Kinder wollen jedoch nicht immer ‚die Problemkinder‘, sondern auch hin und wieder Helden mit besonderen Kompetenzen sein.
Wenn bestimmte äußere Erscheinungsbilder vornehmlich im Zusammenhang mit Problemen wie Krieg, Flucht und Armut auftauchen, unterstützt dies weiterhin allgemeine Vorurteile: Viele Kinder werden sich als ’nicht dazugehörig‘ empfinden, sondern als ausgegrenzt und anders als ‚die Anderen‘.“

Werkstattangebot

Kodua_2In dieser Werkstatt sprechen die TeilnehmerInnen mit Autorin und Schauspielerin Dayan Kodua über ihr Bilderbuch „Odo“. Sie lesen, analysieren Bilder und sprechen über das Thema Dankbarkeit. Wofür sind sie dankbar? Vielleicht für ihre Geschwister oder ihr Lieblingsessen? Oder für ein ganz besonderes Spielzeug. Dabei lernen sie ganz nebenher noch etwas über Wochentage, Mangos sowie schwarze und weiße Puppen.

Die Werkstatt ist für Kinder ab dem Vorschulalter geeignet und dauert 60 bis 90 Minuten. Termine können telefonisch oder per Mail vereinbart werden.
Kostenbeitrag pro Klasse: 90 €

Odo

Odo_2Die 6-jährige Odo lebt in Ghana. Als sie eines Tages eine schwarze Puppe sieht, ist sie begeistert und kann an nichts anderes mehr denken. Für die Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches schlägt sie einen beschwerlichen und lehrreichen Weg ein. Odo lernt dabei, an sich und ihre Träume zu glauben.

Schauspielerin und Autorin Dayan Kodua, selbst in Ghana geboren, möchte mit diesem Buch mehr Vielfalt in deutsche Kinderzimmer bringen. Junge Leser lernen nicht nur etwas über das Leben in Afrika, sondern auch, dankbar zu sein für das, was sie besitzen.

Dayan Kodua

Portrait Dayan Kodua, Unternehmerin und Künstlerin, im Gespräch über das von Dayan Kodua herausgegebene Buch "My Black Skin" am 12.08.2018, im Peter Pane – Hamburg Turnhalle, St. Georg, Lange Reihe 107, 20099 Hamburg, DEU, Deutschland - Zweitverwendung nach MFM, Belegexemplar an: mail@sebastian-berger.de, Copyright Vermerk: Sebastian Berger www.sebastian-berger.de CREDIT: Sebastian Berger - Affalterbacher Str. 32 - 71686 Remseck - Germany - mobile +49 174 2437129 - mail@sebastian-berger.de - www.sebastian-berger.de

© Sebastian Berger

Dayan war zehn Jahre alt, als ihre Familie Ghana verließ, um sich in Deutschland eine bessere Zukunft aufzubauen. Sie gehört zum Stamm der Ashanti, die einst gefürchtete Krieger waren. Nomen est omen – und so behauptete sie sich rasch in der neuen Heimat. Deutsch wurde neben der Akan-Sprache Twi schnell zu ihrer zweiten Muttersprache. Auch mit ihren sehr guten Englisch- und Grundkenntnissen in Französisch konnte sie im Laufe ihres Lebens punkten.

Dass ihre Welt die Bühne ist, bewies sie schon früh: Als Teenager tanzte und sang sie u.a. für Chris de Burgh, Sascha, Lou Bega, Haddaway, Right Said Fred und einige andere.

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Dayan ist eine begeisterte Verfechterin von Charity-Projekten. So fühlte sie sich mehr als geehrt, als sie 2006 für die „Michael Jordan Foundation“ auf dem Catwalk im „House of Blues“ in Los Angeles zusammen mit Angie Stone und Snoop Dogg auftreten durfte. Die Bildung der Kinder liegt Dayan besonders am Herzen. Sie selbst hatte als Migrantin das Privileg, diese durch die selbstlose Fürsorge ihrer Eltern zu erlangen, obwohl dies keine Selbstverständlichkeit war. 

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