Premiere: BuchEntdecker 2018
– Hamburgs längster Tag der Kinder- und Jugendliteratur

von Fanny Bracht, Schülerpraktikantin
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Irgendwann gegen Jahresbeginn wurde die Idee zu diesem Tag geboren, im März gab es das erste offizielle Planungstreffen, letzte Woche Freitag dann fand der erste BuchEntdecker-Tag in Hamburg statt.

Am Vormittag waren hier im Kinderbuchhaus schon drei Schulwerkstätten. Den Anfang machte Nele Palmtag mit einer wunderbaren Werkstatt, in der eine dritte Klasse Masken zu ihrer Fassung von Rotkäppchen basteln durfte, die sie natürlich im Anschluss mit nach Hause nehmen durfte. Zur Auswahl standen die Masken von Wolf, Eule, Tanne, Eiche und Busch.

Direkt im Anschluss hat Lena Hällmayer mit einer Gruppe Jugendlicher ein Leporello gestaltet. Als Thema wählte sie die Nacht und stellte dazu Fragen, wie zum Beispiel „Was liegt neben Deinem Bett?“ oder „Was heißt Nacht in deiner Muttersprache?“ Das Schöne daran war, dass man nie an den Punkt kam, an dem es langweilig wurde oder man nicht wusste, was man zeichnen soll, da Lena Hällmayer mit ihren Fragen immer ausreichend Inspiration bot. Außerdem hat man sich durch das Tauschen der Plätze am Riesenleporello nach jeder Frage besser kennengelernt, auch weil man in die Gedankenwelt eines anderen eintauchen und dessen Bild weiterzeichnen konnte.
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Währenddessen hat Sabine Wilharm mit einer dritten Klasse über ihre Illustrationen gesprochen und den Kindern all ihre Fragen zu dem Beruf beantwortet. Danach erklärte sie wie man Gedichte in Kunst übersetzt und zeichnete live zu diesem Thema. Natürlich wurde auch noch über die Cover der deutschen Harry Potter-Ausgaben gesprochen und wie sie die Motive dafür ausgesucht und illustriert hat.

Am Nachmittag, als sich das Kinderbuchhaus mit Familien zu füllen begann, erfand Katja Kamm mit einer Gruppe Besuchern des BuchEntdeckertages ein Nonsens-Wort, das so lang wie möglich werden sollte. Zum Beispiel sind Worte wie Frikadüse, Kongkette oder Phileharmonie auf diese Weise entstanden. Außerdem konnten die Zuhörer einen Einblick in Katja Kamms neuestes Buch „Tirade, Pomade … Ich versteh nix, wie schade“ bekommen, in dem es um Fremdwörter geht und wie sie sich für Kinder anhören.

Während Katja Kamm über ihr neues Buch erzählte und sogar ein paar Exemplare verloste, startete in der Ole Könnecke-Ausstellung eine Buttonwerkstatt, an der man mit Lena Hällmayer seinen eigenen Button oder Magneten gestalten konnte. Entstanden sind einige Zeichnungen von Monstern aus Farbkleksen, Männern mit Pommeshaaren, Tieren und Kinderbuchhelden; sowie das ein oder andere Fußballklublogo. 

Gleich darauf hat Nele Palmtag ihre Maskenwerkstatt noch einmal für die Nachmittagsbesucher geöffnet. Und auch hier war der Wolf das beliebteste Motiv. Als sie fertig waren, ging das Basteln direkt in ein Spiel mit den Masken über. Wir sind schon sehr gespannt auf das Buch dazu, das im nächsten Frühjahr im Carlsen Verlag erscheinen wird.

2018-06-22 15.46.40Gleichzeitig dazu veranstaltete Regina Kehn eine Druckwerkstatt, in der Kinder mit Materialien aus der Natur wunderbarste Druckte kreierten. Anschließend konnten die Kinder diese mit Buntstiften in fabelhafte Gestalten verwandeln.

Den gesamten Nachmittag lang zeichneten Sabine Wilharm und Ole Könnecke live im Foyer zu dem Thema: „Wäre ich ein Buch, wär ich…“ Aus den vielen kreativen Ideen von den Kindern – Flugzeug-, Kran-, Pinguin- oder Quidditchbuch – zauberten die beiden Illustratoren tolle Zeichnungen, die dann das Foyer eroberten bis die Kinder nach Hause gingen, denn ihre Bilder durften sie selbstverständlich mitnehmen. 

Allen die da waren und mitgemacht haben, allen HelferInnen und IllustratorInnen, dem Seiteneinsteiger e.V., dem LesenetzHamburg, den Elbautoren, dem Altonaer Museum und allen Förderern gilt unser herzlichster Dank!

 

 

 

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