Philosophische Wege ins Kinderbuchhaus: Thema heute: Orientierung in der Gegenwart.

Heute geht es um Nähe und Ferne, wie verhalten sie sich denn zueinander?

Eine spannende Frage, die die Jugendlichen schnell zu „google streetview“   führt. Und mitten hinein in eine ganz andere Diskussion über Nähe und Ferne. Denn, so die Argumente, die Ansichten von google sind auch für andere aufrufbar. Sie sind im positiven offen für alle, im negativen gehen sie bis in die Privatsphäre hinein.

Tarik fordert dazu Selbstkritik von uns ein: Wollen wir nicht alles sehen, nur uns selbst soll keiner sehen?

Und was ist mit den Sinnen? Ist eine virtuelle Reise nicht eine Reise mit „nur“ einer Wahrnehmung? Sicher, sie bringt einen näher an etwas heran. „Aber ich fühle mich nicht verbunden.“

Und welche Bilder bekommt man über google streetview zu sehen? Sind die Fotos nicht schon längst vor einiger Zeit gemacht worden?  Die Jugendlichen beschließen, dass eine Ansicht von etwas gezeigt wird, die nicht „mehr das ist, was sie eigentlich war. Die Wahrnehmung ist also etwas Anderes.“

Auch andere Hilfsmittel dienen der Orientierung …
Früher gab es handgeschriebene Zettel („an der 5. Ampel links abbiegen“) mit auf den Weg, heute sind das Handy oder ein Navi die Hilfen für unterwegs. Eine gewisse Form von Vertrauen in die zur Verfügung gestellten Hilfsmittel setzen jedoch beide Formen voraus.

Haben die technischen Hilfen denn nun etwas verändert? „Wir sind fauler geworden“ – so ein Resümee. Distanzen sind jedoch noch immer auch eine Frage des Standpunktes.

Dieser Bericht bezieht sich auf das Projekt „Philosophische Wege ins Kinderbuchhaus“ im Rahmen von „Kultur bewegt“. Siehe dazu auch: http://www.kinderbuchhaus.de/kultur-bewegt/ Dort finden sich auch weitere Berichte zu den vorangegangenen Sitzungen.

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