In acht Tagen 400 Besucher!

Eine volle, eine spannende, eine lange, eine abwechslungsreiche und vor allem eine schöne Woche hatte das Hamburger Kinderbuchhaus vom 15. bis zum 23. September.

Angefangen hat die Woche mit einer Präsentation zu dem Projekt „Philosophische Wege ins Kinderbuchhaus“.
Einen ganzen Tag lang haben die Schüler der Stadtteilschule Bahrenfeld für ihren Abend gearbeitet, damit dann alle Objekte zu sehen waren, die Gäste sich willkommen fühlen und die Gedanken in einer Ansprache formuliert werden konnten.
Ein wirklich beeindruckender Tag, der von großem Engagement der Schüler getragen wurde. Mehr zu dem Projekt unter: Kultur bewegt

Und gleich darauf ging unsere „Reise“ schon weiter, mit „Unserem Schiff“ und der Kapitänin Antje von Stemm, die ihr neues Buch im Rahmen des Harbourfront Literaturfestivals präsentiert hat. Es gab viel zu entdecken. Zum Beispiel den „Verehrten Jungengesellen“ (O-Ton unserer Besucher), der sich so sehr in die schöne Sängerin verliebt hatte, dass er ihr hinterher paddelte. Oder eine Seejungfrau, einen Poltergeist, eine Schiffsratte und… und… und…. Wir können allen nur empfehlen, die Fahrt selbst zu machen. Und vielleicht begegnet euch dann auf dem Meer eine Flaschenpost. Die haben wir an diesem Tag nämlich auch noch geschrieben und in ein selbst gebautes Buddelschiff gelegt.

Für Schiffe hat sich unser nächster Gast, Martin Widmark auch interessiert. Er kommt aus Schweden und konnte durchaus noch Verbindungen zwischen den Schiffen hier im Haus und seinen Wikinger Vorfahren entdecken.
Viel Fantasie hat er, der Martin Widmark. Und so ist er auch zum Schreiben gekommen, wie er uns verraten hat. Es fing alles mit einer Geschichte an, die er seinem Sohn erzählt hat. Der wollte nämlich von ihm wissen, wie man denn einen Tiger fängt. Dass das nicht einfach ist, könnt ihr euch sicherlich vorstellen.
Begleitet wurde Martin Widmark übrigens von Jens Wawrczeck, der die Hörbuch Fassung von LasseMaja liest – das Buch, das an diesem Tag viele Besucher der ausverkauften Harbourfront Veranstaltung in den Bann zog.
Bei den Fragen hat uns übrigens Miriam Morgenstern geholfen. Sie spricht richtig gut englisch und hat die vielen Fragen der Besucher übersetzt.
Und wenn jemand wissen möchte, wie Diamanten aus einem Juweliergeschäft geschmuggelt werden können, ohne dass sie in einer Tasche versteckt sind, der sollte entweder den Autor oder die Besucher fragen, aber noch besser natürlich selbst zum Detektiv werden und das Buch schnell lesen.

Dass Jens Wawrczeck gerne ein kleines rotes Auto hätte, das selbstverständlich nach Aussage unserer Besucher ein Fiat sein müsse, wollen wir auch noch schnell verraten.

Autos, Autos und Jungs – ist das nun ein Klischee? Fragen, die uns Reinhard Winter im Rahmen von mitReden, der Debattenreihe im Kinderbuchhaus vor Augen geführt hat. Er ist Autor des Buchs „Jungen. Eine Gebrauchsanweisung.“ und hat sehr viele Besucher zu der von mehreren Kooperationspartnern (Dazu: Jungenarbeit Hamburg e.V. , Literaturzentrum Hamburg  und umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.)  getragenen Veranstaltung gelockt. Und so entspann sich an diesem Abend bei Wasser und Wein ein langer Austausch zwischen den verschiedenen Besuchern und  Herrn Winter: ein wirklicher Debattenabend. Wir haben uns sehr über die rege Beteiligung gefreut.

Und schließlich Tag Nummer 8 der Woche im Kinderbuchhaus: Gespanntes Lauschen. Anne Plichota, Cendrine Wolf und Monty Arnold haben aus „Oksa Pollock“  gelesen. Und es war völlig still – auch als längere Textpassagen auf französisch von den beiden Autorinnen selbst gelesen wurden. Manchmal kann man schon vom Klang einer Sprache  in den Bann gezogen werden. Glücklicherweise hat dann aber Katja Weise als Moderatorin bei den vielen Fragen der Besucher geholfen. So wissen wir nun, dass die beiden Autorinnen London als eine magischen Ort empfinden. Oder, dass Oksa ihren Namen von Anne Plichotas polnischen Tante Oksana bekommen hat. Ein wirklich internationaler Nachmittag, den wir erleben konnten. Und unser französisch? Ein bisschen eingerostet, aber noch da.

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