Vita: Dieter Wiesmüller

Dieter Wiesmüller Ausstellung im Kinderbuchhaus

Dieter Wiesmüller Atelier

Dieter Wiesmüller wurde 1950 in Rotenburg geboren und lebt seit 1955 in Hamburg. Schon während seiner Schulzeit wurde das Malen für ihn zur Hauptbeschäftigung. Er studierte Grafik, Malerei und Illustration an der Fachhochschule Hamburg und diplomierte bei Prof. Siegfried Oelke. Seit 1975 ist er als freiberuflicher Künstler tätig und zählt heute zu den großen deutschen Bilderbuchkünstlern.

Wiesmüller malte Bilder für Plattencover der ‚Deutschen Grammophon’, illustrierte für das ‚Zeit Magazin’, den ‚Stern’, ‚Capital’, ‚Vorwärts’, die ‚Wirtschaftswoche’ und ‚Spiegel Special’. Er gestaltete von 1979 bis 1989 die Reihe ‚Panther’ für den ‚Rowohlt Verlag’ und übernahm von 1982 bis 1992 Lehraufträge an der Hamburger Fachhochschule für Illustration. Wiesmüller profilierte sich als Titelbild-Illustrator, vorrangig für den ‚Spiegel’, aber auch für den ‚Stern’ und ‚Trans Atlantik’ und wurde dafür mehrfach vom ‚Art Directors Club Deutschland’ ausgezeichnet.

1985 begann Wiesmüller mit einer Bildergeschichte für seinen 1984 geborenen Sohn. Das erste Bild der Geschichte ist der Blick aus dem Fenster seines damaligen Ateliers im Hamburger Stadtteil St. Georg. Das Buch ‚Komm mit, Moritz’ erschien 1988 und erhielt neben anderen Auszeichnungen den ‚Luchs’ und 1990 den ‚1. Bilderbuchpreis’ im Bilderbuchmuseum in Troisdorf. Weitere Bücher mit eigenen Geschichten folgten. So erschien 1992 ‚Pernix’, 1997 ‚Pin Kaiser und Fip Husar’ und 2002 ‚Augenblick’.

In den 90er Jahren entstand eine Reihe von Bildern, auf denen Wiesmüller Hamburg als versunkene Stadt zeigt. Zu diesen fantasievollen Kunstwerken schrieb Klaus Modick eine wunderbare Geschichte mit dem Ergebnis, dass im Jahr 2000 ‚Wo die Sonne schlafen geht’ als Buch erschien.

Neben zahlreichen Buchumschlägen beispielsweise für Philip Pullmans ‚Der Goldene Kompass’ und Isabel Allendes ‚Die Stadt der Wilden Götter’, illustrierte Dieter Wiesmüller von 2003 bis 2004 die Neuerzählung der ‚Ilias’ und der ‚Odyssee’ von Bernard Evslin. 2006 folgte die Illustration ‚Das Nibelungenlied’ von Franz Fühmann.

Zu Goethes ‚Reineke Fuchs’ fertigte Dieter Wiesmüller Zeichnungen, in denen er die Szenerie in die Moderne des 20. Jahrhunderts verlegt und damit eine provokante Aktualität erzeugt. Als neueste Arbeit entstanden, auf Anregung des Verlegers Klaus Humann, Bilder zu Friedrich Schillers Ballade ‚Der Taucher’.

Wiesmüllers Werk beeinflussten neben amerikanischen Illustratoren und Comic Zeichnern, Maler der Renaissance, der Romantik und des Magischen Realismus. Der Illustrator arbeitet bevorzugt mit Tempera, Acryl und Aquarelltechniken. Die Bilder zu ‚Komm mit, Moritz’ sind ganz in Buntstifttechnik enstanden und zeigen Wiesmüllers überragende zeichnerische Fertigkeiten. Eine Auswahl an Skizzen, die das Kinderbuchhaus zeigt, soll dies anschaulich werden lassen.

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